Glaube nicht alles, was du denkst!

Meditation kann nicht all deine Probleme lösen. Was sie jedoch vermag ist dir zu helfen besser mit ihnen umzugehen.

Achtsamkeit und Meditation sind Übungssache. Du kannst dir dabei die Meditation wie eine geistige Übung für deinen Achtsamkeitsmuskel vorstellen. Aus diesem Grund können und werden wir dir hier kein "10-Tage-und-alles-wird-gut"-Patentrezept an die Hand geben. Und ich persönlich glaube niemandem der einem so etwas verspricht oder evtl. sogar für teures Geld verkaufen will. Ohne Übung und investierte Zeit wird es nicht funktionieren, aber ich kann dir versprechen, dass diese 10-30 Minuten pro Tag eine der besten Investitionen sein werden die du in deinem Leben machen wirst. Und daher: "Der beste Moment zu üben ist immer jetzt" (Thich Nhat Hanh)

 

Die positiven Effekte von Meditation wie eine gesteigerte Immunabwehr, positive Einflüsse auf unseren Gemütszustand, Ängste, Schmerzen sowie auf unsere Begeisterungsfähigkeit und den Umgang mit herausfordernden Situationen sind mittlerweile vielfach wissenschaftlich bewiesen. Es existieren diverse Studien in welchen der positive Einfluss von Meditation auf Körper, Geist und Seele sowohl bei Anfängern als auch bei buddhistischen Mönchen nachgewiesen wurde.

Denn auch als Erwachsene können wir unsere Gehirnstrukturen durch Meditation und Achtsamkeit positiv verändern.

Mit Hilfe der Meditation wird es uns in kleinen Schritten immer besser gelingen unseren Geist zu beherrschen und uns nicht willenlos von ihm vor sich hertreiben zu lassen. Wir entscheiden aktiv welchem Reiz wir wann unsere Aufmerksamkeit schenken und wann wir sie ihm wieder entziehen. Wir dürfen unserem (Affen-)Geist nicht freie Hand lassen, denn "das Denken lebt in einem Teufelskreis. Es schafft sich selbst Probleme und versucht anschließend sie zu lösen." (Swami Prajnanpad) Dabei unterscheidet unser Körper nicht, ob Probleme oder Gefahren real existieren oder ob sie lediglich ein Produkt unserer Phantasie sind. Der Körper setzt die Stressreaktion in Kraft und der Ärger geht los.

 

Falls du bedenken haben solltest, dass die Meditation und die Fokussierung auf dich und deine Gedanken dazu führt, dass du dein Sozialleben und deine Lieben vernachlässigen könntest kann ich dich beruhigen. Meditation entfernt uns nicht von der Welt sondern hilft uns ganz im Gegenteil die Welt erst wirklich zu erleben und als besserer, liebevollerer und effektiverer Mensch in ihr zu leben. Neben dir wird also auch dein Umfeld von deinem Upgrade, deinem Ich 2.0 profitieren. Und evtl. lassen sie sich sogar durch die positiven Veränderungen die sie an dir wahrnehmen werden dazu inspirieren sich selbst mit unserem Werkzeugkasten der Gelassenheit und inneren Kraft zu beschäftigen.

Du würdest mir sicherlich zustimmen, dass das Erlernen einer neuen Sprache oder einer neuen Sportart ohne regelmäßige Übung nicht zum Erfolg führen wird. Und wie bei jeder anderen Fertigkeit, gilt dieses Grundprinzip auch für die Meditation und Achtsamkeit. Ein großer Unterschied jedoch ist, dass Meditation anders als die eben beschriebenen Fertigkeiten uns bereits in die Wiege gelegt wurde. Wir müssen also nicht etwas Neues lernen, sondern lediglich etwas Verschüttetes wiederentdecken. Es ist ein wenig so als wenn du zufällig eine Zeile deines Lieblingskinderliedes hörst und dich sofort wieder die Begeisterung packt, auch wenn du dieses Lied seit vielen Jahren zum ersten Mal wieder hörst.

Die besondere Herausforderung im Fall der Meditation ist jedoch, dass wir in den Momenten in denen es uns besonders gut geht oft nicht die nötige Motivation haben uns aufs Kissen zurückzuziehen. Es gibt ja so viel zu tun und zu erleben. Kommen wir dann aber in eine herausfordernde Lebensphase steigt zwar die Motivation, es fehlt jedoch häufig die Kraft. Aus genau diesem Grund ist es so empfehlenswert sich in guten Phasen mittels Meditation für kommende "Kämpfe" zu rüsten.

Mein erste Buch zum Thema, als ich vor etwa acht Jahren angefangen habe mich mit Meditation zu beschäftigen war "Crashkurs Meditation". Die Kombination aus Hintergrundinformationen warum der Geist ist wie er ist und wir uns entsprechend verhalten auf der einen und geführte Übungen/ Meditationen auf der beiliegenden CD auf der anderen Seite waren damals für mich der perfekte Einstieg ins Thema.

Einigen von euch wird es bei Meditationsübungen wie dem Bodyscan zunächst vermutlich schwer fallen sich vor allem abgelegene Körperregionen bewusst zu machen und diese in den Fokus zu rücken. Oft ist es hilfreich wenn man sich hier der Technik der "Progressiven Muskelentspannung" zu nutze macht. Bei der "Progressiven Muskelentspannung" spannt man einzelne Körperregionen zunächst bewusst kurz an, um diese im Anschluss ganz los zu lassen. Diese körperliche Facette des Anspannens hilft oft sich der einzelnen Körperregionen immer bewusster zu werden, so dass euch nach einiger Zeit auch die reine Fokussierung auf diese Regionen während des Boodyscans immer leichter fallen wird.

Neben diesem positiven Nebeneffekt auf deine Meditationspraxis kann die progressive Muskelentspannung eine sehr gute Ergänzung auf dem Weg zum Achtsamkeitskrieger darstellen.

Insbesondere wenn ihr sehr müde seid und die Gefahr besteht, dass ihr während der Meditation einschlaft kann diese etwas aktivere Übung eine gute Wahl darstellen. Hierbei kann euch beispielsweise folgendes Buch unterstützen: